Innsbruck – Heute um 18.00 Uhr versammelten sich rund 200 Menschen in der Maria – Theresienstraße bei der Annasäule in Innsbruck, um sich mit dem Widerstand der Kurden und Kurdinnen in Kobane zu solidarisieren. Die Menschen die sich beim Solidaritätsmeeting beteiligten, waren alle mit politischen und auch kurdischen Fahnen/Transparenten ausgestattet. Auf den Transparenten waren Parolen zu lesen wie: “Stop ISIS” und “Stoppt das Massaker in Rojava, Kobane”.
Die Kundgebung startete mit den Moderatoren und gleichzeitig Plattformsprecherinnen mit einer kurzen Informierung der anwesenden DemonstrantInnen über die Geschehnisse am Vormittag, wie zum Beispiel die Besetzung des SPÖ Gebäudes und die Besetzung des Clubs der Grünen in der Landesregierung. Ebenso wurden die Apelle an die türkische Botschaft seitens Gebi Mair und die Presseaussendung von Gisela Wurm vorgelesen.
Nach diesen Ansprachen hielt auch Stadtrat Mesut Onay von den Grünen eine Rede indem er betonte, dass die Neutralität Österreichs kein Grund für das Schweigen und Zusehen bei einem Massaker sei. Ebenso appellierte er, dass es eine moralische Pflicht sei sich zu solidarisieren und Stellung zur Sache zu nehmen.
Es gab unter anderem neben den deutschen auch kurdische Redebeiträge, die die DemonstrantInnen emotional sehr nahe gingen und viel Wut und Leid spüren ließen.
Die Demonstration wurde nach diesen Beiträgen offiziell beendet, jedoch fingen die Menschen mit Parolen und Transparenten an Richtung Altstadt zu marschieren. Dort wurde ein spontaner Sitz-Flashmob durchgeführt und Slogans wurden gerufen.
Der Tag verlief in einer friedlichen Atmosphäre, es gab keine Provokationen und keine Auseinandersetzungen. Jede/r hat das Leid der KurdInnen geteilt und die Gräultaten der ISIS gerügt. Somit wurde die Demonstration aufgelöst, jedoch werden weiterhin über weitere Aktionen für Kobane und ähnliche diskutiert und vorbereitet.
Ab Mittwoch Abend wird ein Hungerstreik für Kobane in Innsbruck beginnen. Wie lang dieser dauern wird ist ungewiss, da die Situation in Kobane nicht unter Kontrolle ist und keinen positiven Verlauf annimmt, sondern ganz im Gegenteil sich immer noch verschlechtert.
Demokratische Plattform Tirol
ATIK – AHM:
07.10.2014